biologie-profil

„Nothing in biology makes sense except in the light of evolution!”

(Theodosius Dobzhansky) 



Ist eine Bio-Mango aus Südamerika wirklich noch „bio“? Ist es ok, sich die Haarfarbe, die Augenfarbe und das Geschlecht seines Babys aussuchen zu dürfen? Ist es eine gute Idee zur natürlichen Schädlingsbekämpfung Tiere aus anderen Ländern anzusiedeln?

Sind nachwachsende Rohstoffe immer die bessere Alternative?

Im Biologie-Profil bekommst du die Grundlagen dafür, um nicht nur bei diesen Fragen mitreden und verantwortungsbewusst entscheiden und handeln zu können!



Viele Themengebiete

Hinter dem Begriff „Biologie“ verbergen sich viele einzelne Themengebiete, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Oder kannst du ohne Weiteres erklären, was Mitochondrien und Evolution miteinander zu tun haben? Komm ins Bio-Profil und riskiere einen zweiten Blick!

Im Biologie-Profil werden die einzelnen Themengebiete der Biologie systematisch miteinander vernetzt und die Zusammenhänge sichtbar gemacht.

Dabei orientiert sich der Unterricht daran, dass die Schüler*innen Biologie im Kontext ihrer Lebenswelt begreifen und aus den Inhalten des Unterrichts Zusammenhänge ableiten können, die sie dazu befähigen, Entscheidungen für sich und die Welt, in der wir leben, nach bestem ökologischem und ethischem Wissen und Gewissen zu treffen.


Ganz nah am Leben

Kaum ein anderes Fach ist so nah am eigenen Leben, wie die Biologie. Der Lebensweltbezug im Biologie-Unterricht ist in vielen Teilgebieten schon durch die humanbiologischen Themen gegeben. Zu erfahren und erklären zu können, wie der eigene Körper funktioniert oder bei Krankheiten eben auch nicht funktioniert, ermöglicht den Schüler*innen Verantwortung für sich selbst und ihre Gesundheit zu übernehmen.

Viele Schüler*innen sind sehr engagiert in der „Fridays for future“-Bewegung und dadurch nah dran an den Themen Ökologie und Nachhaltigkeit. Der Bezug zu ökologischen Themen wird zudem durch Freilandexperimente und Naturbeobachtungen gestärkt. Denn „man schützt nur, was man liebt, man liebt nur, was man kennt“ (Konrad Lorenz).


Forschen & Experimentieren

Forschen, Experimentieren und Beobachten spielen in der Biologie eine zentrale Rolle. Die Erkenntnisgewinnung durch das eigenständige und angeleitete Experimentieren steht dabei im Vordergrund. Den Schüler*innen werden naturwissenschaftliches Denken, naturwissenschaftliche Untersuchungsmethoden und naturwissenschaftliche Arbeitstechniken nahegebracht. Die Praxisorientierung macht das Fach Biologie abwechslungsreich und begreifbar. Wir praktizieren Biologie „mit Kopf, Herz und Hand“! Dabei arbeiten wir eng vernetzt mit dem profilbegleitenden Fach Chemie zusammen, da Biologie und Chemie in vielen Bereichen untrennbar miteinander verbunden sind.



was dich erwartet

Einführungsphase

„Nothing in biology makes sense except in the light of evolution!” (Theodosius Dobzhansky) oder auf Deutsch: „Nichts in der Biologie ist sinnvoll, außer im Lichte der Evolution betrachtet.“

Und genau damit starten wir in der 11. Klasse (Einführungsphase). Das erste Halbjahr dreht sich rund um das Thema „Evolution“. Hier lernst du, welche Faktoren dazu geführt haben, dass sich die Lebewesen auf unserem Planeten – wir Menschen eingeschlossen – dahin entwickelt haben, wo sie jetzt sind. Warum konnten sich Tiere wie Hirsche und Elche, die unpraktische, riesige Geweihe mit sich herumtragen, entwickeln? Und warum sind manche Vögel so bunt, obwohl sie so doch viel leichter von ihren Feinden entdeckt werden? Das und noch viel mehr kannst du nach dem ersten Halbjahr in der Einführungsphase erklären!

Im zweiten Halbjahr dreht sich alles rund um das Thema Ökologie. Du wirst schnell merken, dass Ökologie und Evolution untrennbar miteinander verwoben sind. Beide beeinflussen sich gegenseitig. Dein Wissen aus dem ersten Halbjahr wird dir hier also an vielen Stellen weiterhelfen! Du wirst viel darüber erfahren, warum sich Pflanzen und Tiere in ihren Ökosystemen zu dem entwickelt haben, was sie heute sind, und welchen Nutzen manche außergewöhnlichen Merkmale von Lebewesen haben. Warum macht zum Beispiel eine Käferart in der Wüste bei Sonnenaufgang einen Kopfstand? Außerdem erfährst du, wie sensibel unsere Ökosysteme sind und wie du dazu beitragen kannst, sie zu schützen.

 

 

Qualifikationsphase 1

Die Qualifikationsphase startet mit dem Themengebiet Cytologie (Zellbiologie). Die Zelle ist die kleinste Funktionseinheit unseres Körpers und aller Lebewesen. Manche Lebewesen bestehen nur aus einer einzelnen Zelle. Wir Menschen bestehen aus ca. 100 Billionen Zellen, wenn wir erwachsen sind. Jede dieser Zellen besteht aus noch viel kleineren Untereinheiten und in jeder dieser Zellen deines Körpers laufen ununterbrochen hochkomplexe biologische Vorgänge ab, die zu verstehen einfach nur faszinierend ist! Die Geschlechtszellen aller Lebewesen sind der Schlüssel für die Variabilität (Verschiedenheit) jedes einzelnen von uns und damit wieder Grundlage für die Evolution. Und aus der Evolution heraus, haben sich die Zellen von Pflanzen und Tieren verschieden entwickelt. Worin genau die Unterschiede bestehen und welche Funktion sie haben, erfährst du in Q1!

Im zweiten Halbjahr dreht sich dann alles um die Physiologie. Nachdem du im ersten Halbjahr schon viel über die Zellen gelernt hast, schauen wir in Q1 noch genauer hin. Wir starten mit der Fotosynthese. Sie ist die Grundlage dafür, dass alle Lebewesen, die bei der Ernährung auf Pflanzen oder Tiere angewiesen sind, überhaupt existieren können. Denn nur Pflanzen sind durch die Fotosynthese in der Lage, Körpersubstanz allein aus Licht, Wasser und Kohlenstoffdioxid herzustellen. Wie und wo genau die Fotosynthese in den Pflanzenzellen stattfindet und welche für uns lebensnotwendigen Stoffe so von der Pflanze gebildet werden, erfährst du in Q1. Und damit nicht genug! Was genau passiert in deinem Körper und in deinen Zellen mit den Nährstoffen, die du über deine Nahrung aufnimmst? Welche Nährstoffe gibt es überhaupt und wie werden diese von deinen Körperzellen optimal zur Energiegewinnung und zum Aufbau von Körpersubstanz genutzt? Fragen über Fragen… In der Biologie bekommst du Antworten!

 

 

Qualifikationsphase 2

Im ersten Halbjahr der Qualifikationsphase 2 beleuchten wir zunächst die Vorgänge in den Zellkernen genauer. Hier hat nämlich die Vererbung ihren Ursprung. Doch was genau passiert dort? Wie ist die DNA aufgebaut, dass ein so winziger Bestandteil der Zelle alle Informationen über den Bau unseres Körpers enthalten kann? Und wie wird dieser Bauplan im Einzelnen umgesetzt? Warum sehe ich meiner Mutter so ähnlich, während meine Schwester unserem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten ist? Was passiert, wenn bei der DNA-Vervielfältigung etwas schiefläuft? Und welche wissenschaftlichen Methoden gibt es inzwischen, die sich die Kenntnisse über die DNA zu Nutze machen? Dürfen wie alle Verfahren, die bis jetzt entwickelt wurden, einfach so anwenden? Oder wäre das unethisch? Bilde dir deine eigene Meinung!

Nun hast du es fast geschafft! Das Abi steht kurz bevor und du hast schon so viel gelernt! Jetzt gilt es, die Nerven zu behalten! Aber wie genau funktionieren die Nerven überhaupt? Warum fühlst du Schmerzen, wenn du dir in den Finger piekst? Wie denken und fühlen wir? Warum sind wir gestresst und verhalten uns dann so komisch? Woher kommt die Angst vor der Abi-Klausur und wie gehst du damit um? Kurz vor dem Abi lernst du im Themengebiet „Neurologie“ dein Nervensystem und die unglaublichen Leistungen, die es in jeder Millisekunde vollbringt, kennen!

Und dann werden dich deine starken Nerven und deine Gehirnzellen, die durch die Prozesse der Evolution perfekt miteinander interagieren, mit Bravour durchs Abi bringen!

Und damit du das alles nicht nur theoretisch lernst, kooperieren wir unter anderem mit dem Helmholz-Zentrum und dem LADR, machen Ausflüge in Ausstellungen und in die Natur, um dir, wann immer es sich anbietet, praktische Lernerfahrungen zu ermöglichen.

 

Außerdem haben wir eine Vielzahl an Experimenten, Spielen und Modellen zu bieten, die dir das Lernen erleichtern werden.