Naturwissenschaftliches Profil

 

 

Biologie allgemein

 

„Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht was in ihr vorgeht.“

 (Autor unbekannt)

 

Wichtig ist aber zu erfassen, „woher wir wissen“, „was wir nicht wissen“ und „was wir wissen“! Die Naturwissenschaften bieten uns hierfür die Möglichkeiten und beeinflussen dadurch unser Weltbild und Selbstverständnis. Sie versetzen uns in die Lage, aktuelle und zukünftige Schlüsselproblematiken adäquat zu lösen. Dabei sind die Naturwissenschaften als themenübergreifender Prozess zu verstehen!

 

„Die Biologie, die Erforschung des Lebens, ist im menschlichen Geist tief verwurzelt. Menschen halten sich Tiere, pflege Zimmerpflanzen, laden sich mithilfe von Vogelhäuschen im Garten gefiederte Gäste ein und besuchen Zoos und Naturparks. Die Biologie ist der wissenschaftliche Zweig dieser menschlichen Neigung, sich mit anderen menschlichen Lebensformen verbunden zu fühlen und Neugier für sie zu entwickeln. Sie ist die Wissenschaft für Abenteurer und Detektive …“ (Campbell/ Reece 2006: 1)

 

Die vier Dimensionen der Biologie beeinflussen und vervollständigen sich gegenseitig. Die vier klassischen Fächer der Biologie - Mikrobiologie, Botanik, Zoologie und Anthropologie - sind in der Dimension der speziellen Biologie zusammengefasst. Sie beschäftigen sich mit der Vielfalt der Organismen und der Lehre von den Zuständigkeitsbereichen. Die zahlreichen Disziplinen der Biologie, Ökologie, Verhaltensbiologie, Physiologie, Morphologie inkl. Systematik, Genetik, Zytologie, Entwicklungsbiologie sowie Biochemie und Biophysik, werden in der zweiten Dimension, der allgemeinen Biologie erfasst. In diesen Fachgebieten werden Problematiken mittels unterschiedlicher Fragestellung und Arbeitsmethoden erforscht. Dabei bezieht man sich auf verschiedene Strukturebenen, die in der dritten Dimension zum Tragen kommen. Hier werden ganze Populationen, Lebensgemeinschaften, vielzellige Organismen zusammengesetzt aus Organen und Geweben, Zellen als auch Biomolekülen betrachtet. Der Schlüssel zum Verständnis der in anderen Dimensionen betrachteten biologischen Vielfalt ist die vierte Dimension, die Evolution. Sie durchzieht auf zeitlicher Ebene die gesamte Biologie.

 

 

Biologieoberstufe

 

In vielen existenziellen Lebensbereichen für Menschen sind biologische Erkenntnisse sehr wichtig. Die SchülerInnen setzen sich in Biologie aktiv mit der belebten Umwelt, ihrer Artenvielfalt und verschiedenen Formen von Leben auseinander, dabei vervollständigen die Schüler ihre Sichtweise bezüglich ihres eigenen Lebens im biologischen Ökosystem. Der bereits von Campbell & Reece angesprochene emotionale Zugang zur Biologie ist die Grundlage zur Erkenntnis, dass SchülerInnen Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und ihren Umgang mit der Ressource Natur überdenken müssen. Sie entwickeln einen respektvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit Lebewesen, ihrer eigenen Gesundheit und Umwelt. Die SchülerInnen wenden naturwissenschaftliche Arbeits- und Denkweisen an, dadurch gewinnen sie Erkenntnis, wie biologische Fakten erforscht werden. Mit diesem Wissen sind sie befähigt sich an aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen zu beteiligen und ihre Zukunft aktiv mit konstruktiven Vorschlägen mitzugestalten.

 

Die fachsystematischen Themenbereiche der Biologie werden durch profilergänzende Fächer wie Chemie und Physik zu interdisziplinären Wissenschaftszweigen komplettiert. Die SchülerInnen ordnen und ergänzen hierdurch ihre Erfahrungswelt im gesamten naturwissenschaftlichen Spektrum, damit sie fundierte Entscheidungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung treffen und vertreten können.

 

 

Außerschulische Lernorte und besondere Angebote

 

Eine Zusammenarbeit mit regionalen Medizindienstleistern wie Labor Kramer ermöglichen unseren SchülerInnen Einblick in die Untersuchungswelt der Medizin. Für praktische Forschungen werden außerschulische Lernorte wie bspw. das Helmholtz-Zentrum in Geesthacht besucht und freiwillige Ferienworkshops angeboten, in denen aktuelle gesellschafts-biologische Problematiken aufgegriffen werden. Der Besuch von Naturkundemuseen und freien Forschungsstationen ist obligat, aber SchülerInnen unserer Schule wird nicht nur im Biologieunterricht oder an außerschulischen Lernorten die Biologie näher gebracht. Wer sich im Schulsanitätsdienst (SSD) engagiert, lernt nicht nur fundierte medizinische Grundlagen inkl. Diagnostik sondern wendet sein Wissen über den menschlichen Körper als auch Biochemie und Biophysik an.

 

 

Fachräume

 

Unsere Fachräume sind für einen abwechslungsreichen, praktischen Unterricht eingerichtet. Die möglichen fachspezifischen Arbeitsmethoden erstrecken sich über ein weites Spektrum.

 

★ Mikroskopieren von fertigen, aber auch selbst hergestellten Präparaten

 

★ Sektionen von Organen und Tieren

 

★ ungefährliche Versuchsexperimente an und mit Tieren und Pflanzen

 

★ Anfertigen von mikrobiologischen Kulturen und deren Auswertung, teilweise in Zusammenarbeit

    mit Labor Kramer

 

★ Begegnung und Beobachtung mit/ von lebenden Tieren, durch den Besuch unseres

    Schulsanitätsdienst-Maskottchen/ Besuchshund Sirius sowie demnächst Garnelen im

    Schulaquarium, einem Nano Cube

 

★ Beobachtung von Pflanzen in verschiedenen Ökosystemen wie bspw. unserem Schulwald,

    Wasserpflanzen im Schulaquarium oder im urbanen Bereich der Schule

 

★ Exkursionen in den unmittelbar am Schulgelände gelegenen Wald, den in näherer Umgebung

    befindlichen Park mit Teich oder dem Elbufer

 

Die technische Ausstattung in den Fachräumen umfasst die Möglichkeit einer medial gestützten Präsentation als auch das Präsentieren und Filmen von mikroskopischen Experimenten mittels LCD-Mikroskop und Beamer.